Mutter bezeichnet sich vor Gericht als überfordert

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Verhungertes Kind

Mutter bezeichnet sich vor Gericht als überfordert

Sie litt nach eigener Aussage unter Depressionen, war nach einer Trennung mit ihrem Leben überfordert: Eine 25-Jährige aus dem Kreis Rottweil steht vor Gericht, weil sie laut Staatsanwaltschaft ihre kleine Tochter vor den Augen des Bruders verhungern ließ. Die Anklage lautet auf Mord.

Rottweil – Siebeneinhalb Monate nach dem Tod der knapp zweijährigen Maja aus Aldingen muss sich die Mutter wegen Mordes vor Gericht verantworten. Die 25-Jährige machte zu Prozessauftakt vor dem Landgericht Rottweil keine Angaben zu den Vorwürfen, äußerte sich aber zu ihrer Person. Sie gab an, vor dem Tod ihrer Tochter unter Depressionen gelitten zu haben. Nachdem sich ihr Lebensgefährte von ihr getrennt hatte, sei sie von der Situation überfordert gewesen.

Die Frau ist wegen Mordes und Misshandlung von Schutzbefohlenen angeklagt. Die Staatsanwaltschaft wirft der Angeklagten vor, ihre Tochter nicht ausreichend mit Essen und Getränken versorgt zu haben. Die Alleinerziehende soll das Kind 2012 über Pfingsten mit seinen älteren Brüdern zu lange alleingelassen haben. Als sie wieder nach Hause kam, war das Mädchen tot. Das Kind war verhungert und verdurstet in der Wohnung der Familie im Landkreis Tuttlingen aufgefunden worden. Laut Staatsanwalt bekam Maja am Ende nur noch trockenes Toastbrot und Leitungswasser.

Der achtjährige Bruder habe das Sterben seiner Schwester miterleben müssen, weshalb sich bei ihm eine psychische Störung entwickelt habe, hieß es. Er wird mittlerweile in einer psychiatrischen Kinderklinik betreut.

ulz/dpa/dapd

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/totes-kind-in-aldingen-mutter-wegen-mordes-vor-gericht-a-877365.html

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Missbrauch in Waldorf-Kita

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VON SEBASTIAN PETERS – zuletzt aktualisiert: 04.01.2013 – 07:04

Krefeld (RP). In einer Krefelder Kindertagesstätte soll eine Heilpädagogin Jungen sexuell missbraucht haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt, der Kita-Vorstand weist die Vorwürfe zurück. Ein Gutachten stützt die Version der Kinder.

Eine Heilpädagogin in der integrativen Gruppe des Waldorf-Kindergarten Kaiserstraße soll Kinder in Krefeld über Monate sexuell missbraucht haben. In der Kita-Gruppe soll es außerdem fragwürdige bis strafrelevante Erziehungsmethoden gegeben haben, auch durch die ehemalige Gruppenleiterin. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft sind schon fortgeschritten: Dutzende Zeugen wurden gehört, die Waldorf-Kitas Kaiserstraße und Kreuzbergstraße wurden durchsucht – ohne Ergebnis.

Eine gutachterliche Befragung von zwei betroffenen kleinen Jungen verstärkt jetzt aber den Verdacht. Im Gutachten, das die Staatsanwaltschaft in Auftrag gegeben hat, heißt es abschließend, dass im Gesamtergebnis Daten vorlägen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit ohne realen Erlebnisbezug nicht von den befragten Jungen hätten vorgebracht werden können – das bedeutet, dass der Missbrauch wahrscheinlich ist.

Es sind ungeheuerliche Vorwürfe gegen die Heilpädagogin Estella V.*, die außerdem zwei integrative Pflegekinder zu Hause hat. Sie soll die Kinder immer wieder unsittlich berührt haben…

http://www.rp-online.de/niederrhein-sued/krefeld/nachrichten/vorwurf-missbrauch-in-waldorf-kita-1.3123298

Ihr Kinderlein kommet…

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Ich lese viel-besonders viel über Kinder. Da steht dann meistens etwas darüber, dass ein Kind irgendwo gefunden wurde-tot-am Straßenrand-in einer Mülltonne-in einer verwahrlosten Wohnung-auf einer öffentlichen Toilette usw.

Als Mutter von 3 Mädchen-die alle schon erwachsen sind und selber Kinder haben-bin ich tief erschüttert-es nimmt mich sehr mit, wenn ich diese Schreckensmitteilungen lese. Da tötet eine junge Mutter ihr Baby gleich nach der Geburt. Als simple Ausrede benutzt sie die mittlerweile gängigen Standartreden:

< Ich fühlte mich überfordert. Ich bin doch noch zu jung für ein Kind. Das Kind war gar nicht geplant. Keiner war da, der mir geholfen hätte…usw.>

Upps, denke ich da. Das geht auf keine Kuhhaut. Denn wenn ich mich mit einem Mann ohne Verhütungsmittel einlasse, muss ich mich doch auch nicht wundern, dass das folgen hat. Vielleicht denke ich da aber auch nur etwas Altmodisch.

Gibt es dafür gleich eine Berechtigung, das Baby zu töten? In erster Linie könnte man das Kind doch einfach abtreiben. Dann gibt es immer noch Babyklappen und die Möglichkeit zur Adoption, um das ungeliebte Wesen los zu werden. Das Baby wie Müll zu entsorgen regt mich höllisch auf. Und noch schlimmer ist die Tatsache, dass die Frauen nicht so bestraft werden wie es sich gehört. Mit aller Härte für Zeitlebens eingesperrt zu werden-NEIN-das geschieht denen nicht. Sie werden auch noch gehätschelt-Mitleid mit der armen Frau muss man doch haben…

Heute leben wir in einer Zeit, wo die Frau das Privileg erlangt hat, alleine zu entscheiden, was aus ihrem Neugeborenen geschieht. Sie hat es in der Hand, ob es Leben oder Sterben soll. Sie muss nicht den Vater darüber informieren, dass er Papa geworden ist.

Der potenzielle Erzeuger wird dann vor die Endgültige Entscheidung meistens über die Ämter aufgeklärt. Nämlich wie viel er zu zahlen hätte und wann. Da stellt sich mir die Frage, was die Mutter mehr liebt? Das Kind oder das Geld?

Denn das Kind eignet sich ja gut für alles, was Frau braucht. Leider geht die Frau schon sehr viel weiter. Sie zerstört lieber das Kind, um Macht über den Mann zu haben und will es um jeden Preis ausleben. Auf Kosten der Kinder. Ohne Rücksicht nahme was das für Folgen hat.

Deutschland schaut nur zu- lässt es geschehen. Aber jammert herum, weil wir kaum noch Kinder nachschieben. Dann liebe Leute, schaut euch bitte herum. Überall tote Babys und Kinder- wenn die besser vor wahnsinnig gewordenen Müttern geschützt worden wären, dann hätten wir weitaus mehr Kinder hier.

Ihr Kinderlein gehet…

Vorbestrafte Frau bringt erneut eines ihrer Kinder um

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Kindstötung: Vorbestrafte Frau bringt erneut eines

ihrer Kinder um

Eine Frau rief einen Notarzt, da ihre 18 Monate alte Tochter nicht mehr atmete. Die Tochter stirbt wenig später im Krankenhaus. Da die Mutter bei der Verabschiedung ihres toten Kindes merkwürdige Äußerungen macht, verständigen die Ärzte die Behörden und obduzierten das Baby.
Die Mutter legte daraufhin bei der Polizei ein Geständnis ab. Sie hätte das Kind in einen Rucksack gesteckt und den Reißverschluss zugemacht, woraufhin das Mädchen daraufhin erstickt sei.

(Wie kann man ein Kind in einen Rucksack packen wie ein Bekleidungsstück?Jeder normal denkende Mensch weiß doch um die Folgen.)

Die Mutter befindet sich momentan in Untersuchungshaft. Die Frau soll nun psychiatrisch untersucht werden.

(Ja klar,da weiß man doch gleich,wohin das führen wird:Sie wird wieder verurteilt und kommt in eine psychiatrische Klinik,wo sie nach kurzer Zeit entlassen wird auf Grund von guter Führung.)

Die 31-Jährige wurde bereits im Jahr 2004 wegen eines Tötungsdeliktes an eines ihrer Kinder verurteilt. Damals hielt sie ihrem Sohn zehn Minuten lang Mund und Nase zu.

Während die Ärzte erst einen plötzlichen Kindstod feststellten, gestand die Mutter später die Tötung. Sie wurde damals zu zwei Jahren auf Bewährung und 100 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt, da das Gericht lediglich einen minder schweren Fall annahm.

Hier geht es zur Seite des Autoren,wo es noch andere Links zum Thema gibt:

http://www.anwalt-strafverteidiger.de/strafrecht/kindstoetung-vorbestrafte-frau-bringt-erneut-eines-ihrer-kinder-um/

Fast 100 Gräber gefunden von Jungs

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Grabkreuze

Fast 100 Kinder starben in Horrorheim

Polizist vor dem Heim auf der Insel Jersey

Jersey: Missbrauch, aber keine Morde

Ermittler suchen weiter nach Gräbern

Auf dem Gelände der Arthur G. Dozier School for Boys im US-Bundesstaat Florida suchen seit knapp zwei Jahren Teams aus Mordermittlern, Gerichtsmedizinern und Humanbiologen nach den Überresten Dutzender Kinder und Jugendlicher – Opfer von Misshandlung und Mord. Anfangs waren die Behörden von rund 30 Todesfällen ausgegangen, mittlerweile sind fast 100 bestätigt – und es dürften noch mehr werden.

Die Suche war in den letzten Monaten intensiviert worden: Die Liste mutmaßlicher Opfer wurde nach Aussagen von Ex-Schülern der „Besserungsanstalt“, in der bis vor einigen Jahren männliche Jugendliche wegen kleinerer Vergehen einsaßen, immer länger, auf dem Friedhof des Schulgeländes fanden sich vorerst aber nur rund 30 Gräber. Zahlreiche weitere entdeckten Ermittler in einem angrenzenden Wald, überwuchert von Gestrüpp.

Die Schule war im Juni des Vorjahres nach Bekanntwerden des Missbrauchsskandals endgültig geschlossen worden. Ihren Betrieb hatte die euphemistisch als „Reform School“ bezeichnete Anstalt bereits im Jahr 1900 aufgenommen.

Mehr dokumentierte Opfer als Gräber

Nach einer Untersuchung des Florida Department of Law Enforcement (FDLE) seien bisher 98 Todesfälle dokumentiert, berichtete zuletzt der britische „Guardian“. Dabei handle es sich um 96 Jugendliche und zwei Erwachsene. Zwischen 1914 und 1952 seien 45 davon auf dem Gelände der Anstalt beerdigt worden, 31 auf Friedhöfen außerhalb. In 22 Fällen seien bisher noch immer keine Grabstätten gefunden worden.

Prügel statt Erziehung

Die Dozier School for Boys hat eine lange Geschichte. Sie wurde 1900 als staatliche Umerziehungsanstalt gegründet und war lange für ihre brutalen Erziehungsmaßnahmen berüchtigt. Schon 1903 gab es Berichte, wonach Kinder dort in Ketten gehalten werden. Aus den 1950er und 1960er Jahren gibt es viele Berichte über schwere Misshandlungen. 2008 wurden Untersuchungen eingeleitet. 2011 wurde die Schule geschlossen.

„Wir haben fast doppelt so viele Gräber gefunden, wie wir zu finden geglaubt hatten, aber viele davon waren unter Gebüschen und Bäumen im Wald verschwunden“, zitierte die Zeitung Erin Kimmerle von der Universität Tampa. Sie leitet ein Team aus Anthropologen und Archäologen, das das Gelände untersucht. Die Todesumstände seien in den meisten Fällen unklar, so Kimmerle. „Wo die Ursachen geklärt werden konnten, haben wir zumeist Infektionskrankheiten, Tod durch Feuer, physische Traumata oder Ertrinken festgestellt.“

Bei den meisten der Toten habe es sich um Kinder afroamerikanischer Herkunft im Alter zwischen sechs und 18 Jahren gehandelt. Das bedeute, dass das Ausmaß das Gewalt, von dem ehemalige Insassen gesprochen hatten, noch viel größer sei als bisher angenommen, so der „Guardian“. Ex-Schüler hatten von regelmäßig Schlägen, Vergewaltigungen und Mord berichtet.

Kaum juristische Folgen

Kimmerles Team habe trotz spärlicher Aufzeichnungen herausgefunden, dass die Todesfälle oft Folge von Fluchtversuchen gewesen seien bzw. sich häufig in den ersten drei Monaten des Aufenthalts in der Schule ereigneten. Juristische Folgen dürfte der Skandal kaum noch haben, so die britische Zeitung. Viele Lehrer, die an der Schule gearbeitet hatten, seien längst tot.

Außerdem sei die FDLE zu dem Schluss gekommen, dass die Beweislage gegen Erzieher überhaupt zu dünn sei. Die Universität Tampa will ihren Bericht trotzdem demnächst an die Behörden übergeben und erhielt auch grünes Licht für weitere Grabungen rund um das Gelände. Selbst wo Aufzeichnungen über Todesfälle geführt wurden, ließen diese Fragen zu den genauen Umständen meist offen, heißt es in dem Papier. Vielfach sei nicht einmal klar, wer in welchem Grab liege.

„White House Boys“ wollen Aufklärung

Die Überlebenden der Anstalt, die sich selbst als „White House Boys“ („Die Buben vom weißen Haus“) bezeichnen, fordern Aufklärung. Der Name bezieht sich auf ein kleines weißes Gartenhaus auf dem Gelände der Anstalt, in der die Kinder ab fünf Jahren an Wände oder Betten gefesselt und geschlagen worden sein sollen.

Das Gebäude auf dem Schulgelände, in dem die Kinder misshandelt wurden

AP/Phil CoaleEx-Schüler berichten von Folter in weißem Gartenhaus

„Ich weiß von einem, den ich persönlich in einer Badewanne habe sterben sehen, nachdem er erst halb tot geschlagen worden war“, sagte Roger Kiser, ein ehemaliger Schüler. „Ich hatte geglaubt, er sei bei einem Fluchtversuch von den Hunden angegriffen worden. Ich habe nie die Wahrheit darüber erfahren.“ Ein andere Bub sei in einen Wäschetrockner gesperrt worden und darin gestorben.

Wegen Bagatellen in „Besserungsanstalt“

Die Kinder seien wegen Bagatellen wie Rauchen in der Schule in die Besserungsanstalt gekommen, erzählte ein anderer früherer Insasse, der 67-jährige Jerry Cooper. „Wir waren keine schlechten Kinder. Wir hätten vielleicht etwas Hilfe gebraucht. Aber dort war nicht der richtige Platz dafür.“ Dutzende weitere frühere „White House Boys“ schilderten ähnliche Horrorszenen wie Kiser und Cooper. Gerüchte, dass in der Schule etwas nicht mit rechten Dingen zugehe, hatten sich jahrzehntelang hartnäckig gehalten. Nach einer ersten Untersuchung 2008 wurden offiziell keine Beweise für Misshandlungen gefunden, dafür aber zahllose Gräber – von Schülern, die es offiziell nie gegeben hatte.

http://news.orf.at/stories/2155940/2155941/

Frau tötet Neugeborenes

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11. Dezember 2012 11:11

Berlin-Karow

Frau gesteht Tötung von Neugeborenem

Überfordert soll sie gewesen sein: Eine 23-jährige Berlinerin hat zugegeben, ihr neugeborenes Baby getötet zu haben. Vermutlich hat sie den Säugling erstickt.

Eine 23-jährige Frau hat gestanden, ihr neugeborenes Baby kurz nach der Geburt in Berlin-Karow getötet zu haben. Sie soll noch am Dienstag vor den Haftrichter kommen, der über eine Untersuchungshaft entscheidet. Der Frau wird vorgeworfen, den kleinen Jungen in der Wohnung ihrer Eltern umgebracht zu haben, wie die Polizei berichtete. „Wahrscheinlich hat sie den Säugling erstickt“, sagte ein Polizeisprecher. Das habe eine erste Obduktion ergeben.

Bisherigen Ermittlungen zufolge gebar die 23-Jährige am frühen Montagmorgen im Ortsteil Karow einen Jungen in der elterlichen Wohnung. In ersten Vernehmungen räumte die junge Frau ein, das Neugeborene dann getötet zu haben. Ihre Eltern fanden sie anschließend und verständigten zunächst eine Ärztin und anschließend die Polizei, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte. Eine Mordkommission hat die Ermittlungen bereits übernommen.

Ärztliche Untersuchungen ergaben mittlerweile, dass das Neugeborene bereits gelebt hatte, also kein Fall von Totgeburt vorliege. Die Schwangerschaft wurde möglicherweise im Umfeld der Frau nicht bemerkt. Die Polizei erklärte, das Motiv für die Tötung dürfte „in der persönlichen Überforderung der jungen Frau“ liegen. Sie wurde zunächst in ein Krankenhaus gebracht und sollte am Dienstag einem Richter vorgeführt werden.

http://www.sueddeutsche.de/panorama/berlin-karow-frau-gesteht-toetung-von-neugeborenem-1.1547358

Kinder in Kita an Bett gefesselt

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Aktuell

Kinder zum Schlafen gefesselt – Praktikantin deckt Vorfälle in Altenburg auf

Ellen Paul

Kleinkinder in Kita gefesselt (1:35)

Altenburg. Volker Kibisch (53), Geschäftsführer des Kreisverbandes Altenburger Land der Volkssolidarität, kann noch immer nicht fassen, was er auf Fotos ansehen musste: Kinder im Alter zwischen null und zwei Jahren aus der Kleinkindgruppe sind bis zur Schulter straff in Decken gewickelt, und um die Decken herum sind Windeln oder Bänder geschnürt.

Die Kleinen können sich aus dieser Lage weder selbst befreien noch überhaupt bewegen. „Das erfüllt den Straftatbestand der Freiheitsberaubung. Einbinden und Fixieren von Kindern ist ein unakzeptables Verhalten, das mit dem Anliegen der Volkssolidarität und der Umsetzung des Thüringer Bildungsplanes in Kindereinrichtungen nicht einhergeht“, sagt Kibisch.

Diese Form der Kindeswohl-Gefährdung, wie es in der Fachsprache heißt, hat eine Schülerin der Euro-Schulen Altenburg aufgedeckt. Sie absolvierte im „Spatzennest“ im Oktober ein Praktikum und hatte die Aufgabe, die Einrichtung vorzustellen. Bei der Präsentation ihrer Arbeit sahen die entsetzten Lehrer nicht nur wunderschöne Fotos über die beliebte integrative Kindertagesstätte in Altenburg-Südost, sondern unter der Überschrift „So müssen die Kinder schlafen“ auch eine Seite mit besagten Fotos. Kritisch sei auch das „Abfüttern“ bewertet worden. Die Euro-Schule informierte sofort die Volkssolidarität und diese das Landratsamt. Warum die Praktikantin die von ihr beobachteten Vorfälle nicht sofort meldete, ist unklar.

Den drei Erzieherinnen wurde fristlos gekündigt. Laut Kibisch haben sie die Taten eingeräumt. Angesichts der Foto-Beweise sei ihnen auch kaum etwas anderes übrig geblieben. „Ich bin noch immer geschockt und fassungslos. Es waren alles gestandene Erzieherinnen“, so der Geschäftsführer. Dass man Kinder nicht festbinden oder auf andere Art fixieren dürfe, gehöre schon zum Einmaleins der Ausbildung. Zum Glück habe keines einen körperlichen Schaden erlitten.

Wie viele der insgesamt 16 Kleinkinder, die in der Gruppe betreut werden, von den Vorfällen betroffen waren, ist derzeit noch nicht bekannt. Nur eines ist auf den Fotos eindeutig erkennbar gewesen. Mit dessen Eltern wurde bereits gesprochen, auch der Elternrat der Kita und der Vorstand der Volkssolidarität sind informiert.

Laut Aussage des Landratsamts hat es so etwas im Altenburger Land noch nicht gegeben. Die Behörde hat deshalb nicht nur Unterstützung bei der Suche nach neuen Erziehern, sondern auch bei der psychologischen und sozialpädagogischen Betreuung der Eltern und Kita-Mitarbeiter zugesagt.

„Es herrscht überall höchste Betroffenheit. Das Weltbild von Eltern und Erziehern ist auf den Kopf gestellt. So etwas will erst einmal verarbeitet sein“, weiß Marion Fischer, Leiterin des Fachdienstes Jugendarbeit und Kindertagesbetreuung im Landratsamt. Außerdem gelte es, im Interesse der Kinder möglichst schnell wieder zur normalen Arbeit zurückzufinden und verloren gegangenes Vertrauen wiederzugewinnen. „Man kann die Einrichtung doch jetzt nicht total verteufeln“, sagt Marion Fischer.